Sehenden Auges
Max Imdahl
D 2010. R+K+S: Christoph Böll. 45 Min. Bochum hat in großem
Maße von der Persönlichkeit des renommierten, 1988 verstorbenen
Professors für Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum (RUB),
Max Imdahl, profitiert: Er verhalf der RUB zu Ansehen, und auch heute noch
verleiht sein Name dem Institut Glanz. Imdahl war ein Visionär, ohne
dessen Ideen und Impulse es, so Böll, fraglich sei, ob das Ruhrgebiet
nächstes Jahr der kulturelle Mittelpunkt Europas geworden wäre.
Bölls Dokumentation umfasst zahlreiche Interviews mit alten
Weggefährten, Freunden und Schülern. Zu Imdahls Vermächtnis
zählen in Bochum das museale Projekt Situation Kunst, das
Terminal von Richard Serra und die Kunstsammlung an der RUB.
Im Mittelpunkt dieses Filmprojekts steht die Person Max Imdahl. Er
gründete das Kunstgeschichtliche Institut an der RUB. Der Film handelt von
seinen Visionen, seinem noch heute wirkenden Einfluss auf die Kunstrezeption in
Bochum. Mit filmischen Mitteln versuche ich, die Wahrnehmung von Kunst zu
erklären, durch die ein Kunstwerk erst zur Kunst wird.
(Christoph Böll)