BRD 1976
R + S: Dore O.
K: Dore O., Werner Nekes.
Mit: Ingrid Kamowski, Christoph Heller
30 Min.
Mi 21. 04. | 19 Uhr (neue Uhrzeit!) | Endstation Kino
zusammen mit:
Kaskara und
Blindmans Ball
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Frozen
Flashes
Der Blitz schlägt das Viereck der Träume aus dem Dunkel.
(Dore O.)
Frozen Flashes ist ein 30-minütiger Stummfilm. Aber er verweigert
nicht nur den Ton, an den man als Filmzuschauer so sehr gewöhnt ist,
sondern auch die Bewegung, oder jedenfalls die Bewegung der Figuren. Er besteht
aus einer Kette von Standfotos, die jeweils ein paar Augenblicke sichtbar sind.
Ihre zarten Farben - blau, blaugrün, elfenbein, blaßrosa - erinnern
an die blaue Periode Picassos oder an Traumbilder, ihre sanften Umrisse an
Handzeichnungen. Die Bilder verschwimmen jedoch nicht in weichem Licht, sondern
flackern und pulsieren unruhig, fast aggressiv. Kurze Momente gedämpfter
Beleuchtung wechseln mit blitzlichthaft gleißender Weiße, die oft
mehr Stadien durchläuft, so daß das Bild selbst zu zucken und zu
oszillieren scheint. Diese Wirkung verstärkt sich noch durch
tatsächliche Zuckeffekte, die daraus entstehen, daß sich der
Kamerawinkel zwischen hellen und dunklen Stadien leicht verschiebt, so
daß die Gegenstände mit jedem Lichtwechsel hoch- und niederzurucken
scheinen. Doch dies vollzieht sich nicht regelmäßig, wie auch der
Wechsel zwischen dunkleren und helleren Bildern kein regelmäßiger
ist, keinem durchschaubaren mechanischen Prinzip gehorcht.
(Christine Noll Brinckmann: Medien praktisch)
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