Kassenberg: Arbeit, Leben,
Kunst
Reinald Schnell zeigt in KASSENBERG: ARBEIT, LEBEN, KUNST die Straße
seiner Kindheit, die Straße der Lederfabriken und des Steinbruchs in
Mülheim /Ruhr, wo Arbeiterhäuser und Fabrikantenvillen noch heute
einträchtig nebeneinander stehen. Er tat das auf seine unverwechselbare
Art, einer der ganz wenigen Dokumentaristen, die eine Synthese von Literatur
und Film wagen. In den Überresten einer verfallenen Architektur haben sich
Arbeiter in einem Bootshaus am Fluss zusammengefunden, um nach Feierabend
auszuruhen, zu angeln, zu spielen und miteinander zu sprechen. Profitinteressen
bedrohen diese gewachsene Gemeinschaft, die auch Reinald Schnell selbst
geprägt hat.
(DVZ / die Tat, Nr. 18, 2.5.1986, aus 100 Dokumentarfilme zum Ruhrgebiet
1963 2004,
dfi - Dokumentarfilminitiative im Fimbüro NW)